Pioniere im Niemandsland…

Pioniere im Niemandsland

Steeven erklärt sich wieder bereit, uns zum Ausgangspunkt zu bringen. Wir freuen uns sehr und stimmen, kaum im Auto sitzend, mit dem gestrigen Refrain ein: „It never rains in California“

Kaum hundert Meter gelaufen, öffnet sich eine Tür und eine Frau bietet uns Wasser an (sehen wir schon nach hundert Metern so geschafft aus??)

Wir wandern, wie immer, bergauf nach Varennes-sur-Armance. Fijula bringt in Erfahrung, dass der abwesende Bürgermeister die Schlüssel von der Kirche hat. Also rasten wir zum Verschnaufen vor der Türe. Die bevorstehende Strecke soll kräftezehrend sein.

Diese Pause wird die letzte für vier Stunden sein, aber das wissen wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht. Wir nehmen das Marschgepäck wieder auf und wandern durch die Ortschaft. Wie ausgestorben. Dabei verpassen wir die Abzweigung, die uns in den Wald führen soll und laufen bereits aus dem Dorf hinaus. Koshi ist ziemlich entschlossen, nicht wieder umzukehren und würde den Fahrradpilgerweg bevorzugen. Die Truppe fängt sie wieder ein. Wir kehren zurück und ein kleiner Pfad zwischen Häusern tut sich auf. Der Weg geht bergab in verwunschene Landschaften, schmale Pfade mit hohem Gras. Es dauert ewig, bis eine Muschel erscheint. Bis dahin treffen wir auf Spuren von Tieren auf ausgetrockneten Böden. Viele kleine Schritte sind zu tun. Für den einen ist die Landschaft reizvoll, für den anderen sind die Wanderbedingungen anstrengend. Nach langer Wanderung durch unberührte Fauna fokussieren wir unsere Kräfte auf das Erreichen eines Kleinods – die Chapelle de Presles, die irgendwie nach GPS scheinbar immer wieder einen Kilometer entfernt liegt. Zwei von Fünfen erreichen das Ziel. Drei von Fünfen kapitulieren 200 Meter vor der Chapelle de Presles und legen sich erschöpft mitten auf den Waldweg nieder.

Der weitere Pilgerweg wird nach etwas Erholung gut geschafft, wobei Froggy schon sehr daran interessiert ist, eine Fahrgelegenheit von Macilly en Bassigny aufzutun. Von daher spricht sie den Fahrer des ersten Autos an, sobald wir das Ortsschild entdecken. An dieser Stelle legen drei von Fünfen den Rucksack bereits ab. Leider zu früh, der Fahrer findet für fünf Frauen keine Lösung.

Also geht es weiter, mal wieder in der Sonne, die gnadenlos auf uns nieder scheint. Meter um Meter arbeiten wir uns durch das Dorf. An der Kirche angekommen, legen vier von Fünfen das Marschgepäck ab. Froggy nicht, sie sichtet ein großes Auto an einem privaten Haus und klingelt kurzerhand an. Nach einigen Verhandlungen mit dem Hausbesitzer Jean ruft Froggy: „Packt Eure Sachen, wir fahren.“ Darauf fragt Chora: „Habt Ihr eine Lösung gefunden?“ Die spontane Antwort von Fijula: „Nee, ist nur ein Probealarm“ sorgt für allgemeine Heiterkeit. Ein wenig später sitzen wir in den zwei PKW´s der Familie. Die Ehefrau wird kurzerhand mit eingebunden und es geht im Konvoi auf zum Campingplatz „Le Lac de la Liez“.

Mit Blick auf den unter uns liegenden See von dem tollen Campingplatz aus, ist alles gut. Wir werden bereits am Empfang abgefangen von Angelique, die uns freundlich den Schlüssel für unser Safarizelt überreicht.

Bon jour, Spa!

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