von Froggy

Froggy beginnt den Jakobsweg in Sarria, ca 100km vor Santiago de Compostela. Die anderen Pelerins treffen sie (hoffentlich) zwei Tage vor dem Ziel.

Heute war ein guter Tag. Gott sei Dank! Gestern war einer, den man schnell vergessen möchte. Wie schnell man sich doch an Menschen gewöhnen kann. Ohne Rosemary auf dem Camino, das fiel mir ganz schön schwer. Alleine weiter – das Gefühl war niederschmetternd.

Heute wurde das Krönchen gerichtet und es ging auf den Camino. Ich musste mich direkt an ein paar Pilger hängen, die im Gegensatz zu mir Stirnleuchten hatten. „Ich mach für dich das Licht an“, eine Zeile aus einem Lied, ging mir durch den Kopf und ich musste grinsen.

Die Strecke hatte es in sich: Es ging rauf und runter – aber die Landschaft entschädigte einen für alles.

In meiner Auberge ist eine Französin meine Bettnachbarin. Sie kann kein Deutsch, kaum Englisch, ich nicht mehr ganz so gut Französisch. Ihr könnt euch vorstellen, wie das Gespräch wohl lief. Der Brasilianer neben uns hat sich bestimmt gedacht: Was reden die?

Egal, wir gehen jetzt noch ein Bier trinken…